Erneut Bronze bei Junioren-EM

Nach ihren bisher größten sportlichen Erfolgen mit jeweils dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften und Europameisterschaften 2017  konnte sich Leonie Vögele als Kadermitglied der Deutschen Ju-Jutsu Jugendnationalmannschaft auch bei den U18-Junioren-Europameisterschaften 2018 in Bologna (Italien) in der Klasse -48kg  erfolgreich durchsetzen und wiederum den 3.Podestplatz erkämpfen.

Auf internationaler Ebene gilt wie gewohnt die KO-Regel, das heißt wer nur einen Kampf verliert hatte keine Chance mehr den Finalkampf um Gold oder Silber zu erreichen. Damit war die Marschroute für die Vöhringerin klar gegen die Konkurrenz aus Griechenland, Rumänien, Russland, Spanien, Frankreich, Ukraine und Italien.

Dies bedeutete für Leonie Vögele beim Start gegen die Griechin Papantzima Figeneia sofort mit voller Konzentration zu agieren. Trotz dem enormen äußeren Druck durch das Publikum konnte Leonie einen klaren Punktevorsprung durch Ippon-Wertungen für insbesonders gelungene Faust- und Beintechniken erarbeiten und diesen bis zum Ende erfolgreich verteidigen.
Im Kampf gegen die Rumänin Celestina Paunescu konnte sich die Vöhringerin erneut steigern und es gelang ihr durch drei Ippon-Wertungen mit zuletzt einer gelungenen Wurftechnik, der vorzeitige Sieg.

In der nächsten Runde traf die 16jährige Auszubildende erneut auf eine rumänische Kämpferin und führte zunächst ebenfalls knapp nach Punkten, konnte diesen Vorsprung jedoch gegen die vor allem in Bodentechniken erfolgreich agierende Rumänin nicht mehr halten. Kurz vor Schluss gelang Luminita Cretu durch eine Boden-Würgetechnik der entscheidende Punktevorsprung den sie bis zum Kampfende halten konnte.    

Für die große Enttäuschung blieb wenig Zeit für Leonie Vögele und das deutsche Jugend-Nationaltrainerteam. Man konzentrierte sich nun auf das Maximalziel die Bronzemedaille in der Trostrunde noch zu gewinnen. Die Vöhringerin setzte nun in der Trostrunde nochmal voll auf ihre Stärken im Atemi- und Wurfbereich und behauptete  sich letztlich erfolgreich gegen die europäische Konkurrenz.

Im Kleinen Finale um die Bronzemedaille gegen die russische Kämpferin Anastasia Alexandrova konnte Leonie Vögele noch einmal alle Energiereserven mobilisieren und verdient durch insbesondere technisch starke Faust- und Fußtechniken nach Punkten den Kampf klar für sich entscheiden. Bundestrainer Jörn Meiners äußerte sich im Nachgang sehr zufrieden über die Gesamtleistung von Leonie Vögele auch wenn man gemeinsam natürlich auf mehr gehofft hatte. 

Somit wieder ein toller Erfolg für Leonie Vögele, den Deutschen Ju-Jutsu Verband und die JJC-Jugendarbeit der Heimtrainer mit dem Trainerteam Thomas Emmering, Katharina, Stefan und Matthias Buob und der ganze Verein gratuliert.   

   

Bericht: Peter